Ich war immer gerne drinnen.
Ein Stubenhocker, dem die ungezügelte Natur norddeutscher Dörfer unheimlich war. Im Frühjahr 1986 jedoch wurde ich zum Naturmenschen. In der Tagesschau hatten meine Eltern irgendetwas über ein Atomkraftwerk gesehen. Danach änderte sich mein Leben völlig. War ich nicht in der Schule, musste ich in der Sandkiste sitzen, erst recht, wenn es regnete. Zu essen gabs hauptsächlich Pilze und Wildfleisch. Immer noch besser als die Jodtabletten, die meine Brüder schlucken müssen, dachte ich damals.
Naja, bis auf die Sache mit dem Stubenhocker ist das natürlich alles Quatsch. Dabei wäre atomare Verstrahlung eine recht schlüssige Erklärung, wie ich finde, um meine damals sehr innige Liebe zu Computern zu erklären. Nun ja, lassen wir die Motivfrage vorerst offen und widmen uns den Fakten. Denn darum geht es in dem Stöckchen, das mir zugeflogen ist. Vielen Dank! Ich musste wegen einiger Details erst einmal mit Vattern* telefonieren. Schließlich war er es, der mich damals angefixt hat (”Probier mal, Junge, der erste Rechner ist umsonst…”).
Was war Deine erste “echte” PC-Hardware?
Die erste “echte” Hardware war der NDR-Computer im Arbeitszimmer meines Vaters. Ein Computer zum Selberbauen. CP/M-Betriebssystem und grüner Bildschirm. Rund 1986 war das. Der Rechner war interessant, aber richtig gekickt hat er nicht. Das tat der Mitbewohner, der 1989 bei uns einzog: ein Atari 1040 STFM mit monochromen Bildschirm, Maus und Malprogramm. Ich war völlig fassungslos. “Das ist ja wie beim Mac”, jauchzte ich immer wieder. Monate zuvor hatte ich beim Besuch des Museums für Verkehr und Technik an einem Knubbelmac spielen dürfen. Jetzt konnte ich auch zuhause Bilder auf den Bildschirm zaubern. Nicht zu fassen. Meinen ersten eigenen Computer gab es 1993. Einen i486 DX von Escom. DX genau – nicht so einen SX-Lolli-Kram, sondern ein richtiges, vollwertiges Kraftpaket. Mit 33 MHz, aufgerüsteter 1MB-VGA-Grafikkarte und 170MB-Festplatte von Conner. “Mit dem sind sie auch noch in Jahren glücklich”, versprach der Verkäufer. Er sollte damit … (— Ich breche hier einfach mal ab, bevor das irgendwie ein wenig lang oder gar geeky wird. —)
Deine erste Anwendung, welche Du benutzt hast?
Ein Textprogramm auf besagtem NDR-Computer. Zusammen mit Vatter habe ich Einladungen für meinen Geburtstag geschrieben. Ausgedruckt auf einem Epson FX 85, einem Traum mit neun Nadeln. (weiterlesen…)
Liebe Leserinnen und Leser,
gibt es eigentlich jemanden unter Euch, der keinen Honig isst, weil von wegen Diebstahl und so?
