Kacheln mit Kichermann

Allgemein

Ich stamme aus dem flachen und ziemlich nassen Land zwischen Elbe und Weser. Auch (hihi) feuchtes Dreieck genannt. In meiner Heimat stehen derartige geofrivole Scherze hoch im Kurs. Denn Lachen hält warm, vertreibt die Zeit und erleichtert die Orientierung im Nebel. Über Jahrhunderte interessierte das keine Sau. Doch das hat sich jetzt geändert.
Denn das größte Schweizer Verbrechen seit Nazigold, Jörg Kachelmann, hat den Landstrich (sic!) für sich entdeckt. In seiner Wetter-Kolumne bei T-Online schreibt er:

“Eine besondere Gegend, bei der ich nicht sicher bin, ob es Ärger gäbe, erschiene sie im Ticker im Ersten Deutschen Fernsehen, gibt es rund um Bad Bederkesa.

Ich fürchte, die Gegend wird immer wetterstationsfrei bleiben, weil unser prinzipientreuer und die Moral der Truppe hochhaltender Programmdirektor nicht zuließe, dass in Drangstedt, Fickmühlen, Flögeln oder Hymendorf (sic!) eine Wetterstation nur zum zweifelhaften Gaudium von Fernsehzuschauern errichtet würde, die der Volksetymologie frönen.”

Küsst Kachelmann, Mädels! In dem schwurbelnden Wetterfrosch scheint ein Prinz zu stecken. Ein Schreiber oder gar Komiker zumindest nicht.
Das findet auch eine linksalternative Tageszeitung. “Der dümmste aller Wetterbauern” kriegt kräftig Dresche.
Erheben Sie ein Glas mit einer der Kreszenzen unseres tapferen Sponsors dieser Kolumne.

# | 12.01.06 | 2 Kommentare



Da wird sich der Kachelkasper aber freuen: Wetterstation Geilenkirchen

Von Ralf am 12.01.06 11:03

Hehe, geile Ortsnamen, würden gut in meine Sammlung passen!

Von sirstick am 13.01.06 9:02

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.


RSS - HOME - ARCHIV