937 Euro = arm

Allgemein

Haushalte, die weniger als 938 Euro im Monat zur Verfügung haben, gelten als arm. Das wissen wir spätestens seit dem Armut- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Immer härter trifft es dabei die, die sich nicht wehren können: (Floskel? Welche Floskel?) Die Kinder. Kommt ein Kind aus armen Verhältnissen, wartet auf es zwar auch so etwas wie eine Zukunft. Diese sieht jedoch recht bescheiden aus. Arm eben. Genug gescherzt auf Kosten derer, die sich nicht wehren können.

Denn eigentlich geht es mir um folgendes: Zukunft entscheidet sich nicht allein über den Geldbeutel. Ein große Rolle spielt auch ein Aspekt, den weder die Bundesregierung, die Gewerkschaften oder Klaus Uwe Benneter beeinflussen können: Namen.

Konkret gefragt: Wer nennt sein Kind denn ernsthaft Meica? Die Frage ist rhetorisch. Denn ich habe die Eltern gesehen, deren Töchterchen zwar noch nicht sprechen kann, jedoch schon jetzt die schwere Hypothek dieses beknackten Vornamens zu tragen hat.
Wie eine Würstchenfabrik zu heißen! Tja, viel Spaß auf dem Schulhof, kann man da nur wünschen. Strafmildernd muss berücksichtigt werden, dass die Erziehungsberechtigten des kleinen Würstchens (ha,ha) nicht wussten, was sie taten. Die sahen einfach nicht so aus, als hätten sie jemals werbefinanziertes Fernsehen (”Meista! Warum heißen Deutschländer eigentlich Deutschländer?”) geschaut. Genug Geld für eine Glotze hätten sie sicher gehabt.

# | 07.03.05 | Comments Off



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