Gannon-Gate

Allgemein

Die Blogger können sich eine weitere Kerbe in die Tastatur machen. Nach Kryptonite, Dan Rather und Jamba ist das nächste Opfer fällig. Diesmal handelt es sich um den “Reporter” einer rechtskonservativen Website.

Harmlos hatte alles angefangen. Sehr harmlos – mit einer Frage, die wir (Medienprofis) “Softball” nennen. White-House-Reporter Jeff Gannon stellte sie George W. Bush:

“Senate Democratic leaders have painted a very bleak picture of the U.S. economy. (…) How are you going to work with people who seem to have divorced themselves from reality?”

Gannon, der für die rechten Talon News schreibt, hatte sich scheinbar vorgenommen, den Präsidenten in die Enge zu treiben. (Durch Nähe geht das bekanntermaßen am Besten.)

Einige Blogger wollten mehr erfahren über diesen unerschrockenen Haudegen. Was sie herausfanden verwunderte. Denn wenn Jeff Gannon nicht gerade den Präsidenten grillte, betrieb er ein paar Gay-Porno-Seiten. Auch heißt er nicht Jeff Gannon sondern James D. Guckert.

In den amerikanischen Medien bekommt er im Moment mehr Aufmerksamkeit als ihm lieb sein könnte. (Video)

Guckertnbc

Doch auch das Weiße Haus gerät in Schwierigkeiten. Viele rätseln, warum jemand unter falschem Namen an den Briefings teilnehmen konnte. War es gar Absicht? Stellte das Weiße Haus einen Schauspieler ein?

Fragen, die sich auch die Leute der großartigen “Daily Show” stellen. Ihre Antwort: Hohn und Spott! (Video groß / klein)

Dailyshow1602

(John Stewart ist der Beste, aber Ted Hitler ist mindestens genauso cool!)

Gannon aka Guckert hat mittlerweile beschlossen, seinen Job zu schmeißen. Sein neues Ziel: “return to private life.” Wie das aussieht, wissen wir jetzt ja.

Mehr u.a. unter Mediamatters.org, Crooks and Liars und der taz.

# | 18.02.05 | Comments Off



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